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Wir bei euch vor Ort

Wir bei euch vor Ort

Ihr seid die neu gewählte Schülervertretung und sollt einen Projekttag organisieren? Ihr habt eine gute Idee, die ihr an Eurer Schule umsetzen wollt? Ihr wollt euch um den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ bewerben und sucht Unterstützung?
Dann sprecht uns an! Wir haben jede Menge interessante Themen, ziemlich viel Erfahrung und vor allem große Lust, mit euch gemeinsam neue Dinge zu gestalten, ganz nach euren Vorschlägen. Hier findet ihr ein paar Beispiele, aber wir basteln mit euch auch gern euren ganz individuellen Projekttag. Traut euch!


„Was darf man denn eigentlich sagen?“

Sprache transportiert Informationen, natürlich - aber eben nicht nur. Oft genug glauben wir bloß, dass wir selber denken. Doch die verwendeten Begriffe prägen immer auch unsere Wahrnehmung. Wie das geschieht, das möchten wir in diesem Workshop herausfinden.

Denn daran, wie Menschen sprechen, können wir eine Menge ablesen – bis hin zu ihren politischen Einstellungen. Kann man aber auch bereits an der Verwendung einzelner Wörter erkennen, wie eine Äußerung gemeint ist? Was ist an „Gutmenschen“ verkehrt und warum sollen Bürger nicht „besorgt“ sein dürfen? An welchen Formulierungen erkennt man Rechtspopulismus und was unterscheidet eigentlich „rechtspopulistisch“ von „rechtsextrem“?

Mit unterschiedlichen Spielen und Experimenten wollen wir der Frage auf den Grund gehen, wie Ein- und Ausgrenzung durch Sprache funktioniert, wie durch Provokation Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt wird, wie durch die Wahl bestimmter Worte Ängste und Unsicherheiten bei vielen Menschen erzeugt und so ihre Meinungen beeinflusst werden.

„Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
(Victor Klemperer 1947/2007: LTI.)

Teilnehmende: max. 25 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 8


„Medienkompetenz und Fake-News“

Mittlerweile sind sie in den Schulen angekommen – jene Jugendliche, die bereits als Kinder mit Smartphones, Tablets und dem Internet aufgewachsen sind. Heute nutzen sie auf vielfältige Weise diese Geräte, um im Internet gemeinsam Hausaufgaben zu erledigen, miteinander zu chatten, Bilder zu liken oder um aktuelle Nachrichten und Informationen zu erhalten.

Vor allem im Bereich der schier unzähligen Informationen, die im Internet schnell und leicht abrufbar sind liegt ein Spannungsverhältnis zwischen Realität und Fiktion. Dieses drückt sich häufig durch den Begriff der Fake-News aus. Doch was steckt genau dahinter? Sind Fake-News ausschließlich ein Phänomen des digitalen Zeitalters? Wie kann man sie erkennen? Und ganz allgemein: Was unterscheidet Lüge und Wahrheit?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam versuchen zu klären und Methoden aufzeigen, wie mögliche Lügen und Fake-News entlarvt werden können. Ebenso wird hinterfragt, wer oder was vertrauenswürdig ist oder nicht und vor allem: Warum? Davon ausgehend sollen die Schülerinnen und Schüler zur kritischen Selbstreflexion der eigenen Verhaltensmuster angeleitet und ihre Sinne dahingehend geschärft werden, dass sie Informationen nicht nur infrage stellen, sondern sie kritisch überprüfen und auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersuchen können.

Teilnehmende: max. 25 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 9
benötigt werden Beamer, Leinwand & Sound


„Sprache und Verantwortung“

Sprache transportiert Informationen, natürlich - aber eben nicht nur. Durch Sprache ergreifen wir Position, grenzen ein, aus – oder uns von anderen ab. Sprache kann trösten und verletzen, ermächtigen und machtlos machen.

Im Spannungsfeld zwischen HateSpeech und politischer Korrektheit geht es auch um die Frage der Verantwortung: Ein Internettroll versteckt sich hinter einem Alias und seinem oder ihrem Bildschirm, um Menschen wegen ihrer Meinung oder ihres Aussehens zu beleidigen und zu bedrohen. Ein Sprachpolizist oder eine Sprachpolizistin legt jedes Wort auf die Goldwaage, um zu zeigen, dass er oder sie ein moralisch besserer Mensch ist – und dass mit manchen Menschen gar nicht erst diskutiert werden kann.

Sprache kann genauso wirken wie andere Handlungen auch und entsprechend kann argumentiert werden, dass man für sprachliche Handlungen im selben Maß Verantwortung tragen – oder sich verantworten – muss wie für jede andere Handlung auch.

Mit unterschiedlichen Spielen und Experimenten wollen wir der Frage auf den Grund gehen, wie Sprache die (Wahrnehmung der) Wirklichkeit formt, wie Ein- und Ausgrenzung durch Sprache funktioniert, wie durch die Wahl bestimmter Worte Ängste und Unsicherheiten bei vielen Menschen erzeugt und so ihre Meinungen beeinflusst werden.

Teilnehmende: max. 25 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 7


„Gesellschaft DIY“

Zukunft, Umwelt, Gesellschaft – das alles hat auch mit Politik zu tun. Und nur weil ihr noch keine 18 seid, heißt das nicht, dass eure Meinung nicht zählt. Und gemeckert ist schnell, aber danach???
Etwas gemeinsam zu gestalten, tatsächlich Veränderungen zu bewirken ist aufregend! Gerade weil ihr jung seid, ist es euer Vorrecht, Visionen zu haben und neue Wege auszuprobieren. Ihr wisst genau, was ihr verändern wollt, also setzt euch für das ein, was euch betrifft!

Denn Beteiligung ist mehr als Wahlen, Parteimitgliedschaften und die Mitarbeit in politischen Organisationen: Teil von etwas sein, Teil an etwas haben, Teil nehmen – aber wer gibt etwas ab? Wir finden, dass auch die Erwachsenen lernen müssen, etwas von ihrer Macht abzugeben. Klar, ihr wollt ernst genommen werden, nicht irgendetwas nachspielen. Sondern ihr wollt wirklich etwas zu sagen haben. Dabei wollt ihr nicht eure wertvolle Freizeit für irgendwelchen Sitzungen opfern, sondern schnell eine Lösung haben. Und das geht den meisten Erwachsenen ganz genau so.

Doch manchmal gibt es kein schnelles Ergebnis. Wann und warum das so ist, hat unterschiedliche Gründe. Mischt euch ein und findet es heraus! Denn nichts steht felsenfest. Interessen können und müssen immer wieder neu verhandelt werden. Und jede Generation hat das Recht dazu – selbstverständlich auch ihr!

Wir zeigen euch, wo ihr euch überall einbringen könnt, erklären euch, was an dem, was ihr vielleicht schon tut, politisch ist und wo ihr Verbündete findet, um aktiv die Welt zu verändern, auch ohne „König*in von Deutschland“ zu sein.

Teilnehmende: max. 30 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 7


„Steh auf! Sei laut!“

Ausgrenzung und Diskriminierung kommen leider alltäglich vor.
Vielleicht denkt ihr, dass ihr eh nicht so viel daran ändern könnt.
Falsch gedacht! Wir zeigen euch, was ihr in so einem Fall tun könnt.

Sicher wart ihr auch schon Zeugen oder sogar Opfer von Diskriminierung in irgendeiner Form, ob in der Schule, auf der Straße oder in einem Supermarkt.
Wie habt ihr darauf reagiert? Habt ihr überhaupt darauf reagiert? Wenn nein, warum nicht?

Wir zeigen euch, wie ihr auf blöde Sprüche und diskriminierende Aussagen reagieren und aktiv werden könnt.
Durch Rollenspiel stellen wir verschiedene Situationen und Eskalationsphasen nach und werten diese dann aus.
Dabei bekommt ihr hilfreiche Tipps & Tricks, um zu erkennen wann Zivilcourage nötig ist.


Teilnehmende: max. 20 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 5


Betzavta-Training

Demokratie kann keine einfachen Lösungen bieten. Sondern sie muss verstanden und erfahren werden als ein Prozess, der nur durch ständige Zweifel und Nachbesserungsbemühungen am Leben gehalten werden kann. Es ist gerade diese Eigenart der Demokratie, die besondere Anforderungen an uns alle und unsere Fähigkeit zum Umgang mit Konflikten stellt.

Betzavta hinterfragt mit überraschenden Seminareinheiten die Strategien herkömmlicher Konfliktlösung und stellt an ihre Stelle ein Konzept kreativer Konfliktregelung: Indem vermeintliche Interessengegensätze geprüft, vermeidbare Konflikte entschärft und die Notwendigkeit von Mehrheitsentscheidungen hinterfragt werden, soll mit Betzavta eine Möglichkeit aufgezeigt werden, allen Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden.

Mit Hilfe erfahrungsorientierter Methoden werden, zum Teil auf spielerische Weise, Erkenntnisse über das Funktionieren demokratischer Prozesse zusammen mit dem Erleben demokratischer Verhaltensweisen vermittelt. Thematische Bausteine des Programms sind demokratische Prinzipien wie Freiheit, Wahlrecht, Mehrheit und Minderheit, Grundrechte und Gleichheit vor dem Gesetz.

Betzavta (dt.: Miteinander) wurde 1988 am Jerusalemer Adam Institute for Democracy and Peace mit dem Ziel entwickelt, die Erziehung zur Demokratie in Israel zu fördern. Das Konzept wurde 1995 vom Centrum für angewandte Politikforschung (C•A•P) für die Anwendung in Deutschland adaptiert und wird seither ständig weiter entwickelt.

„Demokratie lebt vom Streit, von der Diskussion um den richtigen Weg. Deshalb gehört zu ihr der Respekt vor der Meinung des anderen.“ (Richard von Weizsäcker)

Teilnehmende: max. 20 Schüler*innen
Dauer: mindestens 180 Minuten
Ab Klassenstufe 9

Hinweis:


Einfallsreich dafür. Originell dagegen.

Du hast eine Idee, möchtest für eine Sache einstehen oder einfach widersprechen und dabei möglichst viele Menschen erreichen. Doch wie kann man dies anstellen?

Wenn ihr Demonstrationen und Kundgebungen beobachtet, dann ist euch bestimmt aufgefallen, dass Menschen Transparente und Fahnen tragen, auf öffentlichen Plätzen laufen oder stehen, Reden halten oder schweigen. Diese Art der Meinungsäußerung ist ohne Frage wichtig und in Deutschland ein Grundrecht, denn so erreicht man Aufmerksamkeit und verschafft sich Gehör für das eigene Anliegen, egal welches das ist. Doch sind sie auch allzu oft eins: wenig kreativ.

Erreicht man nicht viel mehr Menschen mit ausgefallenen und bunten Aktionen und kann man nicht sogar eine Demo einfallsreicher gestalten? Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken? Diese Fragen möchten wir mit euch diskutieren, Ideen sammeln und euch mögliche Wege aufzeigen, wie man Proteste kreativ gestalten kann.

Teilnehmende: max. 20 Schüler*innen
Ab Klassenstufe 8