„Was darf man eigentlich sagen?“ - Sprache im Rechtspopulismus

Sprache transportiert Informationen, natürlich - aber eben nicht nur. Oft genug glauben wir bloß, das was wir selber denken. Doch die verwendeten Begriffe prägen auch immer unsere Wahrnehmung. Wie das geschieht, das möchten wir in diesem Workshop herausfinden. Denn daran, wie Menschen sprechen, können wir eine Menge ablesen – bis hin zu ihren politischen Einstellungen. Kann man aber auch bereits an der Verwendung einzelner Wörter erkennen, wie eine Äußerung gemeint ist? Was ist an „Gutmenschen“ verkehrt und warum sollen Bürger nicht „besorgt“ sein dürfen? An welchen Formulierungen erkennt man Populismus und was unterscheidet eigentlich „rechtspopulistisch“ von „rechtsextrem“?

Durch eine tiefgreifende sowie spielerische Analyse bekannter populistischer Begriffe wollen wir der Frage auf den Grund gehen, wie Ein- und Ausgrenzung durch Sprache funktioniert. Dazu bedienen wir uns an Bilderbuchbeispielen populistischer Reden, aber auch an den Assoziationen der Teilnehmer*innen selbst, denn wahrscheinlich hatten wir alle schon einmal Kontakt mit eben solchen sprachlichen Mitteln. Schließlich klären wir so die Fragen: Wie wird durch Provokation Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt und wie werden durch die Wahl bestimmter Worte Ängste und Unsicherheiten bei vielen Menschen geschürt?

„Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ (Victor Klemperer 1947/2007: LTI.)


Teilnehmende: max. 20 Schüler*innen

Ab Klassenstufe 8