Sprache und Verantwortung

Sprache transportiert Informationen, natürlich - aber eben nicht nur. Oft genug glauben wir bloß, dass wir selber denken. Doch die verwendeten Begriffe prägen auch immer unsere Wahrnehmung. Wie das geschieht, das möchten wir in diesem Workshop herausfinden.

Im Spannungsfeld zwischen Hate Speech und politischer Korrektheit geht es auch um die Frage der Verantwortung. Ob man sich nun im Schutz des Internets ermutigt fühlt, anonyme Hasskommentare zu senden, oder ob man jedes Wort auf die Goldwaage legt, unser Umgang mit Sprache sollte vor allem im Hinblick auf betroffene Personen bewusst gemacht werden.

Es gibt unzählige Begriffe, die von verschiedenen Menschen oder Gruppen ganz unterschiedlich aufgenommen werden. Diese Thematik erklären wir anhand von Texten aus einer noch gar nicht so lang vergangenen Zeit, die einen doch nachdenklich zurücklassen. „Damals sagte man das halt so“, ist das überhaupt ein Argument? Wie geht es euch beim Lesen solcher Texte und was würdet ihr den Autor*innen heute gerne mal sagen?

Am Ende bleibt die Gewissheit, dass Sprache eine ebenso starke Wirkung hat wie jede andere Form von Handlung – ob nun körperlich oder nicht. Deswegen ist es wichtig zu erkennen, dass auch hier eine Verantwortung zu tragen ist
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ (Victor Klemperer 1947/2007: LTI.)


Teilnehmende: max. 25 Schüler*innen

Ab Klassenstufe 7