Jugendstadtrat Hoyerswerda: Ein Skatepark für die Innenstadt

Jugendstadtrat Hoyerswerda: Ein Skatepark für die Innenstadt

Gruppe:
Die Jugendlichen, die in Hoyerswerda etwas verändern wollen, kennen sich sicherlich schon etwas mit der Stadtpolitik und deren Ablauf aus. Schließlich sind sie Mitglieder des Jugendstadtrates. In dieser Position haben sie schon viel mit Politiker*innen und Räten zusammengearbeitet und einige Projekte realisiert. Auf uns wurden sie aufmerksam, nachdem unser Team das Projekt „einmission“ via E-Mail den Jugendparlamenten, Vereinen und Räten des Umlandes vorgestellt hatte.

Ausgangslage:
Hoyerswerda benötigt Raum fürs jung sein. Mehr Plätze, an denen Jugendliche aktiv ihre Zeit verbringen können und die das Stadtbild lebhafter machen. Einen Skatepark gibt es nicht, der BMX-Verein der Stadt „little woodward e.V.“ befindet sich eher außerhalb und ist auch nicht auf die Bedürfnisse von Inline-Skatern und Skateboardern ausgelegt.

Idee:
Das neue Ziel der hoyerswerdaer Jugendlichen war daher der Bau eines Outdoor-Skateparks, gut zugänglich im Zentrum der Stadt. Er soll offen und einladend sein für alle Bewohner*innen, ob sie nun skaten oder nicht. Deshalb sind nicht nur Rampen und Pools von Bedeutung, sondern auch Bänke und Tische, Laternen und Mülleimer, Bepflanzung und Unterstände. Alles in allem soll der Ort zu einer Begegnungsstätte der Generationen werden, an dem man sich treffen und kennenlernen kann.

Umsetzung:
Dazu hatten die Jugendlichen bereits im Vorfeld mögliche Standorte und Konzepte mit den zuständigen Ämtern und der Schulleitung des Léon-Foucault-Gymnasiums beredet. Alle Beteiligten waren von der Idee überzeugt, jedoch fehlte im besonderen Maße das Geld, um so ein Projekt auf die Beine zu Stellen. Mindestens genauso wichtig war und ist auch die Einbindung der städtischen Jugend, also der Menschen, welche den Skatepark am Ende auch benutzen sollen. Denn wem nützt schon ein Projekt, welches zwar teuer und aufwendig realisiert wird, das am Ende jedoch den potentiellen Nutzer*innen nicht zusagt, weil ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht berücksichtigt wurden.

Und hier hat sich der Jugendstadtrat Unterstützung von uns gewünscht. In mehreren Treffen und vielen Mails ging es darum, passende Fördermitteltöpfe und Preisausschreiben zu finden, welche das Projekt Skatepark finanzieren können.

Zur Bekanntmachung hatten sich die Jugendlichen auch schon Gedanken gemacht. Das Vorhaben sollte nicht einfach nur bekannter werden, viel mehr war es allen Teilnehmenden wichtig, dass die Planung unter Einbeziehung der späteren Nutzer und Nutzerinnen geschieht. Dazu wurde eine detaillierte Online-Umfrage gestaltet. Gemeinsam konnten wir diese veröffentlichen und einige interessante Wünsche und Anregungen sammeln.

Herausforderung:
Ein fließender Kontakt wird durch die Entfernung von Dresden und Hoyerswerda etwas erschwert. Die Kommunikation läuft größtenteils über Emails, allerdings konnten auch zwei Treffen vor Ort realisiert werden. Nach den Sommerferien gestaltet es sich zudem schwierig, das Projekt wieder aufzugreifen. Der Jugendstadtrat wird neu gewählt und selbstverständlich liegt der Fokus zuerst darauf.

Ergebnis:
Die Stadt ist von dem Projekt überzeugt und bietet ihre Hilfe bei der Realisierung an. Diese rückt auch immer weiter in greifbare Nähe, denn im Juni 2019 konnten wir einen ersten Gewinn feiern. Über ein Preisausschreiben der Sächsischen Mitmach-Fonds gewann das Projekt insgesamt 12.500€. Mit diesem Geld soll die Planung des Parks mit einem fachkundigen Architekturbüro finanziert werden. Zu Werbe- und Integrationszwecken können mit diesem Geld gleichzeitig Workshops realisiert werden, die Schüler*innen der umliegenden Schulen in die Verwirklichung einbinden.